Greyfield Group startet mit Umbau des Stadtbads Duisburg-Hamborn

Elena Bock
Elena Bock

Intro

Mieter des modernen Bürokoplexes wird das Jobcenter Duisburg-Nord
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link überreicht Baugenehmigung

Wenn Duisburgs Oberbürgermeister ins Schwimmbad geht, trägt er in der Regel kein Business-Outfit. Anders heute bei einem nicht alltäglichen Pressetermin in Duisburg-Hamborn. Dort besuchte Sören Link das in den 1920er Jahren errichtete, 1938 eröffnete und seit 1998 geschlossene Stadtbad. Statt einer Badehose hatte das Stadtoberhaupt eine Baugenehmigung im Gepäck, die bereits im Mai erteilt und heute offiziell übergeben wurde. Zur großen Freude der Entwickler, der Essener Greyfield Group, die den verfallenen Komplex 2018 erworben hat, und nun in einen modernen Bürokomplex verwandelt.

Textblock #1

"Ich bin beeindruckt, dass Greyfield eine sehr kreative Lösung für die Wiederbelebung dieses geschichtsträchtigen Objekts gefunden hat. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird die Entwicklung des alten Stadtbads in den kommenden Wochen Fahrt aufnehmen. Für alle Hamborner ist es eine tolle Sache, dass wir hier ein Stück Stadtgeschichte fit für die Zukunft machen", sagt Oberbürgermeister Sören Link. Als gebürtiger Hamborner sei ihm der Komplex sehr vertraut und mit schönen Erinnerungen an eigene Schwimmbadausflüge verknüpft. Daher begrüße er es sehr, dass Projektentwickler Greyfield diese faszinierende Immobilie erhält und umbaut. Bei der Führung im Beisein mit Pressevertretern und Vertretern des Jobcenters zeigte sich Link beeindruckt von dem morbiden Charme des Gebäudes, das in der Lost-Places-Foto-Szene und bei Youtubern seit Jahren ein beliebtes Motiv ist - und entsprechend regelmäßig kreativen, aber eben doch unerlaubten Besuch bekommen hatte.

Auch für die Projektentwickler von Greyfield war die Schwimmbad-Führung mit dem Stadtoberhaupt ein besonderes Event. "Wir bedanken uns bei Oberbürgermeister Sören Link und allen beteiligten auf der Seite der Stadtverwaltung für die tolle Zusammenarbeit", sagt Greyfield Geschäftsführer Guido Schürken. Bei diesem sehr besonderen Projekt, wolle Greyfield unter Beweis stellen, dass der Erhalt stadtbildprägender Immobilien zwar eine große Herausforderung darstellt – und genau deswegen gefördert werden sollte. "Greyfield ist spezialisiert auf Redevelopments und gibt vergessenen Orten eine zweite Chance. Dabei agieren wir nach dem 'Umdenkerdie-handeln-Prinzip' und stellen Nachhaltigkeit in den Fokus. Die Mühe lohnt sich, wenn wir an die Zukunft unserer Städte denken", so Schürken.

v.l. Andree Haack, Guido Schürken, OB Sören Link, Frank Böttcher

Textblock #1

In einem ersten Schritt wurde das Gebäude entkernt und der alte Charme hervorgebracht. Darauf folgen nun bereits jeweils in den Beckenbereichen die Bürotrakte als Holzbau. Diese bilden den neuen Innenhof. Greyfield Prokurist Thomas Nadolny lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit dem Bauamt, dem Amt für Baurecht und betrieblichen Umweltschutz sowie dem Denkmalamt der Stadt Duisburg. "Es handelt sich beim Stadtbad um eine besondere Bestandsimmobilie. Da müssen naturgemäß viele Umwelt- und Baurechtsfragen geklärt werden. Und das klappt in Duisburg sehr gut", so Nadolny.

Duisburgs Wirtschaftsdezernent Haack gibt dieses Lob an den Projektentwickler zurück. Nach seiner Meinung war deutlich zu spüren, dass Greyfield dieses Projekt unbedingt umsetzen wollte. "Dieses Projekt ist daher für mich nicht nur eine neue Vorzeigeimmobilie in Hamborn, sondern auch ein schönes Beispiel dafür, was Investor und Verwaltung leisten können, wenn sie miteinander und nicht übereinander reden", so der Wirtschaftsdezernent.

Auf dem 9.200 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Duisburger-/Walther-Rathenau-Straße entstehen in den kommenden Monaten ca. 7.500 Quadratmeter Büroflächen. Auch 127 Stellplätze werden Bestandteil der neuen Büroadresse sein. Frank Böttcher, Geschäftsführer des jobcenter Duisburg, kann den Umzug kaum erwarten. Die derzeitige Fläche reicht von der Größe nicht mehr aus. "In der neuen Liegenschaft haben wir endlich ausreichend Platz und geeignete technische Voraussetzungen, um unseren Kundinnen und Kunden neue Serviceangebote, wie zum Beispiel digitale Selbstinformationstools, bieten zu können. Und selbstverständlich freuen sich auch die Kolleginnen und Kollegen auf ein modernes Büro."

| | | | | |

Mehr entdecken