Ein Stein Teehaus auf dem Gelände der Raketenstation_Hombroich | Foto: Stiftung Insel Hombroich

Die Raketenstation Hombroich zeigt Terunobu Fujimori: Ein Stein Teehaus und andere Architekturen

Elena Bock
Elena Bock

Intro

"Kunst parallel zur Natur", das Motto des Museum Insel Hombroich ist wie gemacht für das neueste spannende Ausstellungskonzept auf dem Neusser Kulturareal: Vom 4. September 2020 bis 11. April 2021 gibt die Ausstellung "Ein Stein Teehaus und andere Architekturen" Einblicke in die Schaffenswelt des Architekten Terunobu Fujimori, dessen in die Natur inkorporierte Bauten weltweit für Aufmerksamkeit sorgen. Die Stiftung Insel Hombroich errichtet anlässlich der Ausstellung ein Teehaus als begehbare Skulptur auf der Raketenstation Hombroich, das die Entwürfe und einzigartige architektonische Handschrift des japanischen Ausnahmearchitekten vor Ort erlebbar macht.

Textblock #1

Der Architekt Terunobu Fujimori (*1946, Takabe, Miyagawa-mura, Suwa Bezirk, Nagano Präfektur) hat zunächst ausschließlich als Historiker geforscht, unterrichtet und publiziert. „Dann“ – so hat es Arata Isozaki ausgedrückt – „begann er eines Tages, seltsame Gebäude zu schaffen, als sei er plötzlich verrückt geworden“. Seitdem hat er eine noch überschaubare Zahl von Projekten realisiert, die international starke Beachtung gefunden haben, von kleinen Teehäusern bis zu großmaßstäblichen, die Natur inkorporierenden Bauten.

Kusayane - der Grüne Hügel Omihachiman, Japan | Foto: Terunobu Fujimori

Das Mosaic Tile Museum in Tajimi, Japan | Foto Terunobu Fujimori

Textblock #1

Fujimori entwickelt eine sehr persönliche, kritische Alternative zur zeitgenössischen Architektur, bei der er traditionelle Techniken und Materialien sowie natürliche Elemente in unorthodoxer Weise kombiniert. Er beschäftigt sich als Mitbegründer der ROJO-Society auch mit dem öffentlichen Raum, indem er Fehler, Ausnahmen und absurde Situationen in seinem metropolitanen Umfeld fotografisch dokumentiert. Seit 2016 ist er Direktor des Edo-Tokyo-Museums, welches sich der Geschichte Tokios widmet.

Die Stiftung Insel Hombroich errichtet anlässlich der Ausstellung ein Teehaus als begehbare Skulptur auf der Raketenstation Hombroich nach Entwürfen von Terunobu Fujimori.

Karbonisierung von Hölzern für das Ein Stein Teehaus auf der Raketenstation Hombroich | Foto: Stiftung Hombroich

| | | | | | |

Mehr entdecken

Der diskrete Charme der 50 Jahre

Das 2016 von der Architektin Annelen Schmidt-Vollenbroich und der Juristin Ana Vollenbroich gegründete Düsseldorfer Unternehmen NIDUS hat sich auf Bauen Bestand und insbesondere auf die Sanierung von Häusern aus den Wirtschaftswunderjahren spezialisiert. > weiterlesen

Bassins de Lumière – Wasser, Stahlbeton und Digitalkunst

Seit dem 10. Juni 2020 bietet sich den Besuchern der ehemaligen U-Boot-Basis in Bordeaux ein einzigartiges kulturelles Schauspiel: Auf der weltweit größten Fläche für Digitalkunst ließ der private Veranstalter „Culturespaces“ hier mit den Bassins de Lumière eine immersive Multimedia-Installation entstehen. > weiterlesen