Tag der Schildkröte – Schutz für den starken Panzer

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Redaktion Autobahn

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Es gibt sie in klein und groß, auf dem Land und im Wasser. Mit ihrem Panzer wirken sie robust und sie sind bekannt für ihre Gelassenheit: Die Schildkröten. Doch auch ein starker Panzer braucht Schutz, denn Schildkröten gehören zu den gefährdeten Lebewesen. Die American Tortoise Rescue hat dafür den Welt-Schildkröten-Tag initiiert, den die Humane Society of the United States für den 23. Mai ausgerufen hat. Ein Tag, der auf Schutzprojekte und eine artgerechte Haltung von Schildkröten hinweisen soll.

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Der Panzer gilt als das wichtigste Merkmal der Schildkröte, der sie vor Bedrohungen, wie Angriffen durch andere Tiere schützt. Doch die größte Bedrohung stellt eine andere Spezies dar: der Mensch. Das Fleisch der Schildkröte ist in einigen Ländern der Welt eine Delikatesse und der Panzer dient als Material für Souvenirs.

Zeichen für die Umwelt

Rund 300 Arten leben weltweit in warmen Regionen. Besonders große Exemplare finden sich auf den Galapagosinseln im östlichen Pazifik. Die älteste bekannte Galapagos-Riesenschildkröte wurde stolze 175 Jahre. Schildkröten werden nicht nur steinalt, sondern existieren bereits seit mehr als 200 Millionen Jahren. Damit haben sie Dinosaurier überlebt sowie diverse Naturkatastrophen und Eiszeiten überstanden. Doch der starke Klimawandel hinterlässt spuren. Für die Schildkröten bedeutet das einen knapperen Lebensraum und weniger Refugien für die Eiablage.

Um die weise Tierart vor schädlichen Einflüssen durch die Menschheit zu schützen, wird am 23. Mai auf diverse Schutzprojekte aufmerksam gemacht. In bestimmten Regionen, in denen Schildkröten beheimatet sind, erbringen Artenschutzteams Höchstleistung. Dazu zählen insbesondere die Inselgruppen der Seychellen sowie die Malediven, aber auch Südafrika, Myanmar und die griechische Insel Kos.

Photocredit: Fregate Island Private

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Urlaub mit Mehrwert

Gerade jetzt, wenn die Reisewelt stillsteht, setzen sich Hoteliers für das Überleben der Panzertiere ein und zeigen, dass sich luxuriöser Tourismus sowie Umwelt- und Naturschutz nicht ausschließen. Das Team der Fregate Island Private auf den Seychellen setzt erfolgreiche Artenschutzprojekte um: Auf der Farm wird streng biologisch gewirtschaftet und die Gäste residieren gemeinsam mit 3.500 Riesenschildkröten sowie zahlreichen endemischen Arten auf Fregate. Sie lernen dabei jedes einzelne Projekt rund um Flora und Fauna kennen und besuchen die Tortoise Sanctuary, wo das inseleigene Conservation Team Schildkrötenbabys der Gattung Aldabra-Riesenschildkröten rettet und aufzieht.

Luxusresorts für Schildkröten

Auf der zweitgrößten Insel der Seychellen leben elf Aldabra-Riesenschildkröten in dem Fünf-Sterne-Resort Raffles. Sie wurden aus nicht artgerechter Haltung befreit und genießen nun auf über 90 Quadratmetern das weitläufige Areal des Luxusresorts am Strand von Anse Takamaka. Auch das Emerald Maledives Resort & Spa auf den Malediven schützt aktiv das fragile Haus-Riff, in dem über 1000 tropische Fisch- und Korallenarten beheimatet sind, und erfüllt damit beste Voraussetzung für die sensiblen Schildkröten, die mehrfach an Land kommen, bevor sie sich für einen Ort zum Eierlegen entscheiden – Schildkrötenweibchen kehren an den Ort ihrer Geburt zurück, um eigene Eier abzulegen. Seit seiner Gründung Ende 2019 ist es dem Emerald Resort & Spa gelungen, einen idealen Nistplatz zu schaffen, denn eine Meeresschildkröte kam an den Ort zurück, um die ersten Schildkröten sind bereits geschlüpft.

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