Thomas Schüttken, Geschäftsführer BÖCKER-Wohnimmobilien GmbH © BÖCKER Wohnimmobilien Endermann

Immobilienvermarktung 4.0: Digitalisierung in der Immobilienbranche

Isabelle Rank
Isabelle Rank

Intro

Digitalisierung ist das große Thema in der Immobilienbranche und nicht zuletzt seit der andauernden Corona-Krise auch bei den letzten Verfechtern der „alten Schule“ angekommen. Ein Beispiel, wie die Zusammenarbeit zwischen Projektentwickler und Vertrieb digitalisiert laufen kann, stellen wir hier vor. Ein Interview mit Thomas Schüttken, Geschäftsführer von BÖCKER- Wohnimmobilien.

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Digitalisierung in der Immobilienbranche ist vor allem jetzt zu Zeiten von Corona in aller Munde. Ist es für Böcker Neuland?

Nein, ganz und gar nicht. Unser Projekt “Wohnen im Hochfeld” in Düsseldorf Unterbach ist ein schönes Beispiel. Hier arbeiten wir Hand in Hand mit dem Projektentwickler Instone Real Estate AG – und das digital. Wir haben für dieses Projekt – bereits vor dem Virus – eine umfassende Digitalstrategie entworfen.

Wie sieht diese genau aus?

Die Instone Real Estate AG setzt als interne Kundenmanagement Software "Microsoft Dynamics" ein. Zusammen mit Instone haben wir die Anforderungen des Vertriebs an eine solche Software miterarbeitet. Somit liefert diese Anwendung konkrete Rückschlüsse auf die Nachfrage nach einzelnen Einheiten, dem aktuellen Nachfrageverhalten sowie dem Vertriebsstand in Echtzeit! Zudem haben wir die Schnittstelle zu unserer CRM-Software "OnOffice", ein webbasiertes Kundenmanagement Tool welches wir bereits 2019 implementiert haben, definiert sowie die Arbeitsabläufe optimiert und teilweise automatisiert.

Wie wird das in diesem konkreten Fall beim Projekt „Wohnen im Hochfeld“ umgesetzt?

Bereits vor der Krise war geplant, dass unsere Kunden Termine direkt über die Homepage buchen können und dies unmittelbar in den Kalendern bei uns abgebildet wurde. Als wir mit dem Vertrieb gestartet sind, hatten wir über 65 persönliche Beratungsgespräche für die erste Wochen gebucht. Dank der Software waren wir entsprechend flexibel, dass wir innerhalb von nur zwei Tagen fast alle Termine in Telefonberatungen umbuchen konnten.

Zitat mit Autobahn-Logo

"Dank der Software waren wir entsprechend flexibel, dass wir innerhalb von nur zwei Tagen fast alle Termine in Telefonberatungen umbuchen konnten."
- Thomas Schüttken

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Fehlt bei Telefonberatungen nicht die Emotion, das Gefühl, die bei persönlichen Gesprächen wichtig ist? 

Um den Kunden den bestmöglichen Service, und damit auch die Emotionen, bieten zu können, arbeiten wir mit "Anydesk", einer Softwareanwendung, mit der wir unsere Kunden auf den Bildschirm der Vertriebsmitarbieter holen können. Hier können dann die Lagepläne, die Grundrisse und Visualisierungen direkt und live besprochen werden. Ein erstes Gefühl lässt sich so mit den richtigen Visualisierungen auf jeden Fall transportieren.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler im konkreten aus?

Die Team-Kommunikation intern sowie zu Instone findet fast ausschließlich über Microsoft Teams statt. Hier können nicht nur Nachrichten ausgetauscht werden, sondern auch Videokonferenzen geführt und Dateien hochgeladen werden. In der Kombination dieser Anwendung mit unserer Anwendung OnOffice war es für uns kein Problem, nach Bekanntwerden der aktuellen Einschränkungen, schnell zu reagieren und aus dem HomeOffice heraus zu arbeiten. Dazu war ebenfalls hilfreich, dass wir im letzten Jahr unsere gesamte Telefonanlage auf IP-Telefonie von NFON umgestellt haben und somit auch zuhause im Office erreichbar sind und von dort auch telefonieren können, als wären wir im Office!

 

 

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