Das Hôtel Solvay in der Brüsseler Oberstadt gilt als schönstes Jugendstil-Haus der Welt I ©EB - Photographe Voituron

Herrenhäuser in Brüssel: Das Architekturerbe öffnet die Türen

Monika Ewa Kijuk
Monika Ewa Kijuk

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+++ Wichtige Mitteilung +++

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird das BANAD Festival 2020 vorerst abgesagt. Ob es sich um eine zeitliche Verschiebung des Festivals oder eine vollständige Absage handelt, wird der Veranstalter Explore.Brussels in Absprache mit den Behörden, den EigentümerInnen der Häuser und den Veranstaltungspartnern in den kommenden Tagen untersuchen.

Weitere Informationen sind hier einlesbar: https://www.banad.brussels/de/news/info-covid-19

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Brüssels architektonisches Erbe des Jugend- und Art Déco-Stils beeindruckt innen wie außen. Während des BANAD Festivals finden normalerweise Touren und Veranstaltungen der besonderen Art statt.

Anwesen und Räumlichkeiten, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, öffnen an jenen Tagen die Türen und laden Interessierte zum Bewundern ein. Führungen in mehreren Sprachen ermöglichen einen einzigartigen Einblick und vermitteln kunsthistorisches Wissen.

Victor Horta ist spätestens jetzt allen Besuchern ein Begriff: Der belgische Architekt baute zahlreiche private und öffentliche Häuser im Jugendstil in Europa. Der Art Nouveau-Initiator erlangte zum Ende des 19. Jahrhunderts durch seine Werke internationale Bekanntheit.

Zur Blütezeit des Jugendstils errichtete Horta von 1895 bis 1898 das „Solvay Haus“ (Hôtel Solvay), das seinerzeit das größte und bis heute am besten erhaltene Haus seiner Arbeit ist.
Das luxuriöse Anwesen erbaute er für die wohlhabende Familie Solvay, die ihren Landsitz unweit von Brüssel bewohnte. Der Wunsch des Sohnes Armand Solvay nach einem Stadthaus war prägend, so dass er das Grundstück mit einer Gesamtfläche von 1.500 Quadratmetern kaufte. Er richtete sich an den besten Architekten Brüssels, der das herrschaftliche Stadthaus – ein Hôtel de Maître – für Familie Solvay errichten sollte.

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Jede der fünf Etagen hat großzügige 300 Quadratmeter. Im Erdgeschoss findet man extra breite Gänge, was für die damalige Mobilität von besonderem Vorteil war. In Belgien fuhren 1895 noch keine Wagen, die Kutsche war das Fortbewegungsmittel schlechthin. Die breiten Gänge ermöglichten, die Herrschaften der besten Herrenhäuser direkt im Korridor aussteigen zu lassen. Horta kombinierte technische Aspekte mit Komfort und schuf damit die höchste Form von Baukunst: Raffiniert und technisch gelungen, war das Solvay Haus das erste in der Straße, in dem Horta eine Versorgungs-Installation gesetzt hat. Nicht alle Häuser verfügten zu der Zeit über Gaslicht oder eine Gasheizung. Horta baute in alle seine Häuser eine Zentralheizung (Kohle) ein. Dafür erntete nicht nur er, sondern auch die Bewohner große Bewunderung der Nachbarschaft.

Horta verwendete nur hochwertiges Baumaterial. Armand Solvay gab ihm die so genannte carte blanche, die ihm uneingeschränkte Handlungsfreiheit gewährte. Bei der Errichtung des Hauses musste sich der Architekt an kein finanzielles Limit halten. Er baute aufwendig, anspruchsvoll, edel und modern.
Verspielt, blumig, ornamental – im Sinne des Jugendstils und dank großer Baufreiheit konnte Victor Horta seine originellen Ideen umsetzen. Das Hôtel Solvay in der Brüsseler Oberstadt gilt als schönstes Jugendstil-Haus der Welt.

Normalerweise bietet der Thalys eine schnelle, direkte und komfortable Zugverbindung nach Brüssel. Der Einstieg ist in Dortmund, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Köln oder Aachen möglich und wir hoffen, dass dieser tolle Service bald auch wieder allen Reisenden zur Verfügung stehen wird!

Weitere Informationen zu kostenloser Umbuchung von Fahrkarten auf https://www.thalys.com/de/de/aktuelle-coronavirus-situation-besondere-umtausch-und-erstattungsregelungen

Bleiben Sie alle gesund!  

 

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