Berliner Zimmer, Berlin Charlottenburg - Für die Wände hat Gisbert Pöppler den perfekten Farbton selber entwickelt I Foto: Wolfgang Stahr

Gisbert Pöppler: Interior Ikone Made in Germany

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Wenn Gisbert Pöppler sich einem Objekt angenommen hat, ist es hinterher kaum wiederzuerkennen. Starke Farben in Harmonie mit auffälligen Design-Stücken. Letztere werden auch schon mal eigens für den Kunden entworfen und angefertigt. 

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Seit 2004 entwickelt Gisbert Pöppler Lösungen, die weit über das hinausgehen, was in der Branche üblich ist. Gemeinsam mit seinem Team entwirft er maßgeschneiderte Interior-Welten, bei denen zurückhaltende Eleganz mit höchster Handwerkskunst und einem sehr genauen Gespür für die Bedürfnisse des Auftraggebers einhergeht. Im Dialog mit dem Kunden entstehen so Interiors, die zeitlos sind und genau deshalb modern, die mal stilles Understatement, mal selbstbewussten Luxus verströmen. Traditionen oder bestimmte Stilrichtungen spielen dabei eine Rolle – sie sind aber eher Stichwortgeber als Dominante und werden bisweilen beherzt gebrochen. Es geht bei Gisbert Pöppler um viel mehr als nur eine bestimmte Einrichtung oder einen Wohnstil. Er inszeniert seine Räume mit einem ganzheitlichen Ansatz, gibt ihnen individuelle
und passgenaue Choreographien. Er arbeitet dabei gerne mit Farben, aber nicht immer: Manchmal sind es auch die reine Materialen, die seinen Räumen Tiefe geben. Kurzum: Pöppler ist Eklektiker. Der rote Faden dieser Innenarchitektur mag deshalb erst auf den zweiten Blick erkennbar sein, ist aber durchaus vorhanden: Geprägt ist er eher von einer Philosophie als von irgendeinem Stil oder gar Trend: Gisbert Pöppler vertritt eine Kunstfertigkeit, die selten geworden
ist. Um sie sicherzustellen, arbeitet er mit einigen der besten Handwerksbetriebe und Zulieferer Deutschlands und Europas zusammen.

Handgeknüpfter Seidenteppich und Waschtisch aus Lavastein I Foto: Wolfgang Stahr

Junior Sessel - Pariser Möbelatelier meets New Yorker Weberei I Foto: Ragnar Schmuck

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Eine Möbelkollektion für individuelle Situationen

Das alles ergibt ein Wirkprinzip, das in den verschiedensten Bereichen anwendbar ist. In modernen Appartements und klassischen Altbauetagen in Berlin, aber auch bei sehr viel größeren Projekten: So arbeitet Pöppler aktuell an einem spektakulären High-End-Penthouse im vielbeachteten Neubau des Henninger Turms und an der Umgestaltung des Studiensaals der
Graphischen Sammlung im Städel Museum; beides in Frankfurt am Main.
Mittlerweile kann Gisbert Pöppler auch auf eine eigene Möbelkollektion zurückgreifen. Viele der Stücke entstanden aus der Arbeit an Interior-Projekten heraus; meist als sehr konkrete Designlösungen für Situationen, in denen der passende Stuhl, der passende Tisch, das passende Sideboard auf dem Markt schlichtweg nicht zu finden war. Doch können sie alle auch in anderen
Kontexten bestehen: Sie tragen Pöpplers Handschrift insoweit, dass sie sich gegen eine allzu schnelle Kategorisierung sperren.

Zitat mit Autobahn-Logo

„Mit einer Leidenschaft für das Außergewöhnliche und der hohen Kunst des Designs entwickeln wir innovative Lösungen, die ein Nebeneinander von Tradition und Moderne zulassen.“
- Gisbert Pöppler

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Mit seinen Architektur- und Interior-Projekten verbindet sie ihre Expressivität, vor allem aber ihre radikale Kompromisslosigkeit in Sachen Qualität und Materialwahl. Da ist zum Beispiel der Cherry Table. Im glänzenden Rot des Aluminium-Tisches kann man sich beinahe spiegeln. Bis es so weit
ist, benötigt er zwölf Lackschichten. Oder der neue „Junior“-Sessel, der kleine Bruder jener üppigen Chaiselongue, mit der Pöppler vor zwei Jahren erstmals als Möbeldesigner an die Öffentlichkeit ging: Sein Bezug wird in feinster Couture-Qualität von der New Yorker High-End-Manufaktur Rruka handgefertigt. Alleine Aufbau und Konfiguration des Webstuhles dauern mehrere Tage – bis die Weber mit ihrer Arbeit fertig sind, gehen vier Wochen ins Land. Man sieht
das. Wichtiger: Man spürt, dass diese Zeit gut investiert war, wenn man sich in den Sessel fallen lässt, von gewöhnlichen Polstermöbeln trennen dieses Stück Welten, selbst wenn man Premium-Hersteller als Maßstab nimmt.

Patio Table - mit glasiertem Lavastein des Vulkans Ätna I Foto: Ragnar Schmuck

Costum Furniture - Chaise Longue Ambassador I Foto: Wolfgang Stahr

 

Immer wieder ausmessen. Überlegen, verwerfen, neu überlegen: So beginnt bei Gisbert Pöppler die Entwicklung eines Entwürfes. Ein dynamischer Prozess, der von großer Neugierde geprägt und alleine deshalb nie beendet ist. Aktuell umfasst die Kollektion zehn Stücke, weitere sind in der Entwicklung. Die Spannweite reicht von erwähntem Sessel über den schlanken, in seinerPräzision an japanische Holzarbeiten erinnernden „Correspondence“-Konsolentisch bis hin zum „Lavastone Dining Table“, einem beeindruckend massiven Esstisch, der auf Sizilien aus Lavagestein des Ätna gefertigt wird. Man könnte das „Slow Design“ nennen, analog zu „Slow Food“. Dann würde man aber die Dynamik missachten, die in Pöpplers Arbeiten steckt.

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