Gemeinschaftsräume wie Küchen wurden mit viel Charme und Detailfreude gestaltet I Foto: Steve Herud

Hotel war gestern – Gästegemeinschaft revolutioniert Frankfurter Hotelmarkt

Isabelle Rank
Isabelle Rank

Intro

Frankfurt ist mit Abstand Deutschlands Pendlerhochburg. Mehr als 370.000 Pendler zog es in die Hessische Großstadt. Einige davon bleiben unter der Woche in der Stadt. Hinzu kommen zahlreiche Geschäftsreisende, die für einen kurzen oder längeren Zeitraum in Frankfurt sind. Für die Gäste, die der Anonymität eines Hotelzimmers entfliehen wollen, gibt es nun eine Lösung: Das LINDLEY LINDENBERG.

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Das Hotel LINDLEY LINDENBERG ist das dritte Hotel der LINDENBERG Hospitality GmbH in Frankfurt am Main. Ein Konzept, das weder Hotel noch Wohngemeinschaft ist, sondern eine Gästegemeinschaft, in welcher der Gast nicht nur seine Zimmersuite, sondern auch eine Vielzahl an Gemeinschaftsräumen bewohnt. Dabei kann im LINDENBERG jeder selbst entscheiden, was und wie viel er möchte.
Das neuartige Konzept vereint longstay und shortstay Gäste und schafft so eine Brücke in der sonst so anonymen Finanzhauptstadt. Über Gemeinschaftsräume, die teilweise öffentlich sind, lassen sich Kontakte knüpfen, wann immer einem danach ist. Das Erdgeschoss ist den halböffentlichen Nutzungen wie Check-In, Lounge, Café/Bistro und Restaurant mit Küche sowie LEKKER Lädchen gewidmet. Diese bilden das Herz des Hauses. Die Bar im 5. OG ist ein zusätzlicher Magnet, der wie das Restaurant auch externen Gästen ermöglicht, im Haus zu verweilen und es so mit Leben und frischem Wind zu füllen.

Wie ein Schaukausten erscheint die gläserne Fassade I Foto: Steve Herud

Die 100 Hotelzimmer variieren zwischen einer Größe von 16 und 22 m² I Foto: Steve Herud

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Für Gäste des LINDLEY LINDENBERG stehen außerdem drei Kochlandschaften, die „Gute Stube“ zum Lesen und Musik hören, das Panoptikum als interner Tagungs-, Kino-, Event-, Arbeits- und Konzertraum, der „Coworking - Space“, ein „BaumRaum“ zum Entspannen und Schaukeln, die Kräuterwirtschaft, ein verwunschener wilder Garten mit Hügellandschaften, Holzpodesten und Wasserbecken und nicht zuletzt die Dachterrasse mit Blick über Frankfurt zur Verfügung.

 

Die Bar mit Dachterrasse ist auch für externe Gäste geöffnet I Foto: Steve Herud

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Art Nouveau trifft Art Deco

Die Qualität der 100 Gästezimmer ist weniger durch die Größe, sondern vielmehr durch die Finesse der Ausstattung, guter Gestaltung und wertigen Materialien bestimmt. Die hohen Räume und großen Fenster mit Sitznischen sorgen zudem für ein angenehmes Raumgefühl. Mehr als 500 Arbeiten zeitgenössischer Künstler zieren das Haus und beim Interieur steht der Geschmack im Vordergrund: ausgewählte Stücke namhafter Designer sind ebenfalls zu finden, wie von Hand gefertigte Unikate oder restaurierte Thonet-Möbel. Das Ambiente ist stilistisch durch einen imaginär fließenden Übergang des Art Nouveau auf Art Deco (1895 bis 1925) inspiriert. Ein fein abgestimmter inszenierter Dualismus zwischen dem dekorativ Verspielten des Art Nouveau und der neuen Nüchternheit des Art Deco überführt in das Hier und Jetzt. Die Farbgebung der einzelnen Räume ist so individuell wie die Bewohner des Hauses.

Café und Bäckerei zum Verweilen und Einkaufen I Foto: Steve Herud

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Schaufenster in die Stadt

Nicht nur das Konzept und die Umsetzung des LINDLEYs sind innovativ, sondern auch die Architektur. Verantwortlich für den außergewöhnlichen Look sind die Franken Architekten aus Frankfurt. Das Gebäude besteht aus einem siebengeschossigen riegelförmigen Baukörper geteilt in einem Zimmertrakt mit Lochfassade und die südseitig angesetzte sogenannte „Wunderkiste“. Hier befinden sich, teilweise doppelgeschossig angelegt, die Gemeinschaftsräume. Die Wunderkiste, welche von den Seiten durch eine vorgehängte Gusseisenfassade ablesbar ist, wird durch ihre vollständige Verglasung zum Schaufenster der Gästegemeinschaft in die Stadt.
Im gesamten Haus ist das zentrale Material der Inszenierung Gusseisen: die Architektur der Wunderkiste, das Mobiliar und die Grafik zeigen die charakteristischen, massiven schwarzen Bögen und die klaren Formen. Die Wunderkiste ist aus massivem Gusseisen gefertigt worden und trägt ein abstraktes Fresko.

 

Im Restaurant trifft Art Noveau auf Art Deco I Foto: Steve Herud

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Aber nicht nur das neueröffnete LINDLEY LINDENBERG, sondern auch die beiden Vorgänger LIBERTINE LINDENBERG und das LINDENBERG an der Rückertstrasse überzeugen durch ein einmaliges Designkonzept sowie weiterer Raffinessen: So bietet das LIBERTINE neben einem Wohnzimmercafé ein eigenes Tonstudio samt eigenem Plattenlabel. Hier gibt es regelmäßig Studiokonzerte, Jam-Sessions oder Kinovorführungen. Über das Hausradio kann live gelauscht werden. Im deutlich intimeren LINDENBERG gibt es ein eigenes Hauskino samt Bar. Alles aber haben alle Häuser gemeinsam: Mit Kreativität und viel Liebe zum Detail sind drei innovative Wohngemeinschaften entstanden, die es so kein weiteres Mal gibt.

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