An prominenter Stelle in London soll die größte lebende Wand Europas entstehen I Foto: Sheppard Robson

Citicape London: 400.000 Pflanzen werden zum Hingucker

Stefanie Walker-Behrens
Stefanie Walker-Behrens

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Das englische Architekturbüro Sheppard Robson hat seine Pläne für das Citicape House in London mit der „größten lebenden Wand Europas“ vorgestellt. Eine üppig begrünte Fassade soll die lokale Luftqualität erheblich verbessern.

 

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Den Anfang machte Stefano Boeri mit seinen bekannten grünen Zwillingstürmen „Bosco Verticale“ in Mailand. Mittlerweile gibt es weltweit unzählige Projekte, die begrünt oder sogar bewaldet sind. Doch das Citicape House in London setzt mit seiner begrünten Fassade von knapp 4.000 Quadratmetern ganz andere Maßstäbe und könnte die größte lebende Wand in Europa werden. 400.000 integrierte Pflanzen sollen jährlich über acht Tonnen Kohlenstoff aufnehmen, sechs Tonnen Sauerstoff produzieren und als natürliche Klimaanlage die lokale Temperatur um drei bis fünf Grad Celsius senken. Außerdem wird die Regenwassersammlung einbezogen, um die grüne Wand zu bewässern und die bestehende Infrastruktur des Standorts zu entlasten.

Über 400.000 Pflanzen tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei I Foto: Sheppard Robson

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Ein Weg zur Verbesserung der Luftqualität

Die Wand wird auch wesentlich zur Verbesserung der lokalen Luftqualität beitragen, indem sie jährlich etwa 500 kg Partikel (PM2,5 und PM10) abfängt.
„An einem so prominenten Standort gab es einen echten Antrieb, neue Perspektiven zu entwickeln, wie man sich mit einem der dringendsten Umweltprobleme Londons, wie Luftqualität, Lärm- und Staubbelastung, auseinandersetzen kann“, erklärt Dan Burr, Partner bei Sheppard Robson.
Das für die Dominvs Group entworfene 11-stöckige Projekt ersetzt ein veraltetes Bürogebäude und soll nach seiner Fertigstellung neben einem Fünf-Sterne-Hotel mit 382 Zimmern, auch eine Sky-Bar, Veranstaltungs- und Co-Working-Räume, ein Spa und Restaurant beherbergen.

Zitat mit Autobahn-Logo

"Anstatt ein isoliertes Stück Grün zu haben, waren wir der Meinung, dass ein immersiver und integrierter Ansatz die größten Auswirkungen auf die lokalen Umweltbedingungen haben würde."
- Dan Burr, Partner bei Sheppard Robson

Eine öffentlich zugängliche Dachterrasse bieten einen tollen Blick über die Dächer der Stadt I Foto: Sheppard Robson

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Nicht einfach nur eine Dachterrasse

Weitere Highlights des Hauses: Die Dachterrasse des Hotels wird für die Öffentlichkeit zugänglich sein und bietet einen unglaublichen Blick über die Dächer der Stadt. Außerdem wird die Terrasse im 11. Stock von der lebenden Wand umgeben sein und bietet bedrohten einheimischen Wildblumenarten ein Zuhause.

„Anstatt ein isoliertes Stück Grün zu haben, waren wir der Meinung, dass ein immersiver und integrierter Ansatz die größten Auswirkungen auf die lokalen Umweltbedingungen haben würde, um eine bessere und lebenswertere Stadt zu schaffen, und eine klare architektonische Aussage zu treffen“, ergänzt Burr.

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