Thomas Schüttken, BÖCKER Wohnimmobilien I Foto: Andreas Endermann

Düsseldorfer Markt für Eigentumswohnungen: Immer weniger Verkäufe an Private

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Ein Kommentar von Thomas Schüttken, Geschäftsführer und Leitung Developer Services & Investment beim Düsseldorfer Immobilienvermittler BÖCKER Wohnimmobilien zum Wohnimmobilienmarkt in Düsseldorf.

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Die Zahlen klingen dramatisch: 2018 brachen die Erstverkäufe bei Eigentumswohnungen in den deutschen Großstädten stark ein. In Düsseldorf lag das Minus gegenüber dem Vorjahr sogar bei minus 36,2 Prozent, wie das Analysehaus GEWOS jetzt berichtete. Verantwortlich für den erheblichen Rückgang ist laut GEWOS nicht ein Nachfragerückgang aufgrund gestiegener Preise, sondern das mangelnde Angebot. Es werde zu wenig gebaut. Das ist sicher richtig, Aber es ist eben nur die halbe Wahrheit. Wir sehen, dass ein Großteil der fertiggestellten Wohnungen derzeit nicht von Einzeleigentümern erworben werden, sondern von großen Institutionen wie Versorgungskammern, Fonds und Versicherungen, die diese Wohnungen ins Portfolio nehmen und dann vermieten. Aus gutem Grund: In Düsseldorf sind die Wohnimmobilienpreise in den vergangenen zehn Jahren zwar kräftig gestiegen, aber insgesamt immer noch moderater als in München, Hamburg, Berlin, Frankfurt oder Köln.

Daher ist der Markt für institutionelle Anleger nach wie vor hochspannend. Bei den Verkäufern rennen sie zudem offene Türen ein. Die Entwickler geben neu gebaute Wohnungen gerne an institutionelle Großabnehmer ab, weil der En-bloc-Verkauf mit weit geringeren Vermarktungskosten verbunden ist als der kleinteilige Einzelvertrieb. Auf diese Weise erhöht sich ihre Marge. Und auch die Banken freuen sich über entsprechend hohe Vorverkaufsquoten. In Düsseldorf werden daher ganze Baugebiete gar nicht mehr im Einzelvertrieb an private Immobilienkäufer vermarktet.

Im Bereich der Eigentumswohnung steigt der Druck somit weiter, da das Angebot nicht nur durch fehlenden Neubau, zu wenig Bauland und zu lange Genehmigungsprozesse verknappt wird, sondern zusätzlich durch den vermehrten Mietwohnungsbau. Beim Mietwohnungsbau sollte dann irgendwann das Gegenteil einsetzen, das Angebot erholt sich und somit werden sich hier auch die Preise stabilisieren.

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