Kleiner Raum mit großer Wirkung I Foto: Darth Zuzunka, pixabay

Mikro muss nicht teurer sein

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Mikro-Apartments sind im Trend, die Nachfrage steigt und das Angebot am Markt für Temporäres Wohnen wächst. Die Konzepte rund um kleine, möblierte Apartments bieten Komfort mit Stil. In dem Spotlight „Temporäres Wohnen in Deutschland: Befristet, klein und teuer?“ zeigt Savills am Beispiel Berlin, dass die Apartments bis zu einer Wohndauer von drei Jahren sogar günstiger sind als eine klassische Ein-Raum-Wohnung.

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Mikro-Apartments sind im Trend, die Nachfrage steigt und das Angebot am Markt für Temporäres Wohnen wächst. Die Konzepte rund um kleine, möblierte Apartments bieten Komfort mit Stil. In dem Spotlight „Temporäres Wohnen in Deutschland: Befristet, klein und teuer?“ zeigt Savills am Beispiel Berlin, dass die Apartments bis zu einer Wohndauer von drei Jahren sogar günstiger sind als eine klassische Ein-Raum-Wohnung.

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Die kleinen Apartments, die für eine befristete Wohndauer konzipiert sind, werden zu relativ hohen Preisen angeboten. Dennoch zeigt sich, dass möblierte Apartments nicht zwangsläufig teurer sind als unmöblierte. Savills hat die Kosten am Beispiel Berlin mit den Kosten einer Wohnung am klassischen Wohnungsmarkt verglichen: So kostet beispielsweise ein Apartment in der privaten Wohnanlage des Temporären Wohnens im Median 618 Euro im Monat inklusive aller Kosten für 21 m²; das sind rund 29 Euro je m².
Das Ergebnis zeigt, dass ein Apartment im ersten Jahr im Durchschnitt rund 1.200 Euro günstiger ist als eine Ein-Raum-Wohnung, die am klassischen Wohnungsmarkt angemietet wird. Die Differenz resultiert jedoch aus den Einmalkosten; bei laufenden Kosten ist die klassische Ein-Raum-Wohnung nämlich ca. 480 Euro pro Jahr günstiger. „Pro Quadratmeter mag ein Apartment deutlich teurer sein als eine klassische Wohnung, viele Nutzer dürften bei der Wohnungssuche aber vor allem ihr Gesamtbudget im Blick haben“, so Matti Schenk, Senior Consultant Research bei Savills. So bleibt das Apartment bis zu einer Wohndauer von drei Jahren günstiger als die klassische Ein-Raum-Wohnung.

Mini Apartments auf dem Vormarsch
Kleiner Raum mit großer Wirkung: Der Bau von so genannten Mikro-Apartments nimmt zu. Zwischen den Jahren 2010 und 2018 stieg die Zahl der Ein-Raum-Wohnungen um rund 11 % an und wuchs damit mehr als zweieinhalb Mal so schnell wie der gesamte Wohnungsbestand. „Im Temporären Wohnen werden kleine, möblierte Ein-Raum-Wohnungen angeboten. Üblicherweise bleiben die Nutzer hier nur einige Monate bis wenige Jahre lang wohnen“, erläutert Schenk. „Die vielen vollausgelasteten Wohnanlagen und auch die Expansionspläne der meisten Betreiber deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach solchen Apartments groß ist“, ergänzt Michael Gail, Director und Teamleader Investment Munich bei Savills.

Zitat mit Autobahn-Logo

„Im Temporären Wohnen werden kleine, möblierte Ein-Raum-Wohnungen angeboten. Üblicherweise bleiben die Nutzer hier nur einige Monate bis wenige Jahre lang wohnen."

Durchdachtes Design auf kleinem Raum I Foto: BelForm

Wohnen auf Zeit boomt
Der gesellschaftliche Wandel verändert die Wohnformen. Single-Haushalte nehmen zu, die Berufsmobilität steigt und somit ändern sich auch Haushaltsstrukturen. „Hinzu kommt ein Wandel in unserer Arbeitsweise: Pendeln und häufige Jobwechsel gehören ebenfalls dazu, wie die Gruppe der digitalen Nomaden, die jederzeit von jedem Ort ihrer Arbeit nachgehen“, so Benjamin Oeckl, Geschäftsführer der BelForm GmbH, Ausstatter und Experten für Mikro-Wohnen. Besonders für Pendler, die während der Arbeitswoche aufgrund der Distanz zum eigenen Zuhause auf einen Zweitwohnsitz angewiesen sind, ist das Angebot des Temporären Wohnens eine optimale Lösung, um stilvoll zu wohnen und auf jeglichen Komfort nicht verzichten zu müssen.

All-In-Konzepte überzeugen
Wäscheservice, Reinigungsdienst, manchmal sogar auch ein Einkaufsservice – in den so genannten Serviced Apartments rund ums Temporäre Wohnen alles eine Selbstverständlichkeit und per hauseigenen App direkt buchbar. Das All-In-Konzept erspart den Bewohnern sämtliches Organisationsmanagement den Haushalt betreffend. Dadurch sparen sie Zeit und summa summarum sogar auch Kosten. Die Betreiber solcher Häuser für Temporäres Wohnen bieten zudem eigene Buchungsportale an, die eine Anmietung erleichtern. „Die Konzepte stellen sich für die angesprochene Zielgruppe sowohl bei der Wohnungssuche als auch während des Nutzungszeitraums komfortabler dar als die Angebote am klassischen Wohnungsmarkt. Das ist vermutlich ihr größter Wettbewerbsvorteil“, schlussfolgert Schenk.

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