Vorhang auf für die Textilakademie NRW in Mönchengladbach I Foto: Thomas Meyer

Bildungsimmobilien aus Stoff

Stefanie Walker-Behrens
Stefanie Walker-Behrens

Textblock #1

Zwei außergewöhnliche Campusprojektee in NRW sind fertiggestellt. Die vom Düsseldorfer Architekturbüro Slapa Oberholz Pszczulny (sop architekten) realisierten Gebäude stehen für eine offene, transparente Architektur, die die Lerninhalte der Standorte nach außen transportiert.

Textblock #2

Eine textile Fassade umspannt den Neubau der Textilakademie NRW auf dem Campus der Hochschule Niederrhein. Die neue Bildungsstätte für die Textil- und Bekleidungsindustrie wurde von mehreren Verbänden der nordrhein-westfälischen Textilindustrie gegründet und soll in Zukunft dem Nachwuchs der Branche die bestmögliche Ausbildung vermitteln.
Das von einer transparenten und beweglich anmutenden Membran umfasste dreigeschossige Gebäude macht den vielfältigen Einsatz von Textilien bereits aus der Ferne erlebbar. Wie der Faltenwurf eines Vorhangs legt sich das silbrig schimmernde Gewebe wellenförmig um den dahinterliegenden kubischen Baukörper. Bei Tageslicht wirkt die Hülle stoffartig, bei Dunkelheit kommt die dahinterliegende Gebäudestruktur zum Vorschein, wenn die hell erleuchteten Fenster durch das Gewebe leuchten. Der Eingangsbereich, der von dem umliegenden Gewebe ausgespart wird, ist durch eine großzügige Glasfassade gekennzeichnet.

Foto: sop architekten

Textblock #2

 

Im Inneren entwickelten die Innenarchitekten von sop architekten ein zurückgenommenes Konzept, passend zum dominierenden Sichtbeton. Die mobilen, im ganzen Gebäude verteilten Sitzmöbel – ebenfalls von sop architekten entworfen- zeigen sich in heller variierender Farbigkeit.

Prägnanter Kubus für Aachener Campus
Das „Tor zur Welt der Biomedizin“ wird das nun fertiggestellte Lehr- und Weiterbildungsgebäude CT2 Center for Teaching and Training auf dem RWTH Campus in Aachen genannt. Das von sop architekten geplante Gebäude bildet den Auftakt für den Campus Melaten, auf dem in den kommenden Jahren etappenweise 16 Forschungscluster mit Büroflächen, Hallen und Laboreinrichtungen entstehen werden.
Der kubische, siebengeschossige Baukörper ist freigestellt auf einem Plateau positioniert und folgt mit seinen geschlossenen Seiten, die von einem Edelstahlgewebe umspannt sind und der transparenten Kopffassade aus Glas der architektonischen Leitidee und bildet einen Durchgang zum dahinterliegenden Campus.

 

Auftakt für den Campus Melaten | Foto: sop architekten

Eine offenen und kommunikative Welt im Inneren | Foto: sop architekten

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Innerhalb des rund 30 Meter langen Kubus befindet sich ein Atrium, das durch zahlreiche Brücken, breite Galerien und großflächige Lernbereiche eine offene und kommunikative Welt der Lehre und Forschung entstehen lässt. Ein Multifunktionssaal und ein modern ausgestatteter Demo-OP für realistische Übungsszenarien fanden in der der Planung besondere Beachtung.

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