Experten bei dem 1. Münsterländer Wohnungsgipfel | Foto: M. Ishorst

Initiative gestartet: Erster Münsterländer Wohnungsgipfel diskutiert Wohnungsmangel

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Elena Bock

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Eine Studie des Pestel-Instituts hat festgestellt: Im Münsterland herrscht Wohnungsmangel! In den letzten Jahren wurden rund 13.000 Wohnungen zu wenig gebaut. Die steigende wirtschaftliche Dynamik fordert in Zukunft mehr Wohnangebot und höhere Bautätigkeit. Experten haben den dringenden Lösungsbedarf erkannt und eine Wohnraumoffensive initiiert. Der erste Münsterländer Wohnungsgipfel fand am 13. Mai statt und wurde von der Inhaberin der Presseagentur Textschwester, Miriam Beul, moderiert.

Zitat mit Autobahn-Logo

„Beim Thema ´Wohnungsmarkt´ konzentriert sich die Diskussion meist einseitig auf die Metropolen. Doch auch im Münsterland ist der Wohnungsmarkt inzwischen sehr eng.“ - Uwe Schramm, Sprecher der Wohnraumoffensive Münsterland

 

„Berlin ist out - Münsterland ist in“

Durch die wachsende Bevölkerung und die ausgezeichnete Beschäftigungsrate wird das Motto des 1. Münsterländer Wohnungs-Talks unterstrichen. Eine Befragung der Bundesstiftung Baukultur hat ergeben: 33 Prozent der Deutschen bevorzugen eine Mittel- oder Kleinstadt als Wohngegend. 45 Prozent möchten in einer Landgemeinde leben. So ist auch das Münsterland für die jüngere Generation nicht weniger attraktiv geworden. Nur die Minderheit der Befragten bevorzugen das Wohnen in einer Großstadt. Nicht die fehlende Bevölkerung ist das Problem, sondern das verfügbare Bauland. Egal ob Einfamilienhaus oder Single-Wohnungen. Die Münsterländer Region benötigt jede Art von Wohnraum. Besonders die Wohnungen mit Barrierefreiheit sind für die älteren Bürger von großem Bedarf.

Die Wohnraumoffensive ist ein Zusammenschluss von der Wohnbau Westmünsterland eG, Sparkassen der Region, die Stadt Münster und dem Kreis Warendorf sowie eine Reihe weiterer Akteure aus dieser Region. Mit der Unterstützung der Presseagentur Textschwester wurde eine Konferenz organisiert, auf der die Ergebnisse der Pestel-Studie „Gut Wohnen im Münsterland - eine unterschätze Region“ präsentiert wurden.

Erstmals wurden belastbare Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftskraft und Wohnraumnachfrage für das gesamte Untersuchungsgebiet auf der Konferenz vorgestellt. Diese ergaben: die Preise für Bauland, Wohngebäude und Wohnungsmieten sind seit 2011 gestiegen. Außerdem ist das Münsterland der Preistreiber für Grundstücke, Wohnungsraum und Mieten. Mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich ist und bleibt Münster die kostenintensivste Mieterstadt der Region.

Die Ergebnisse der Münsterländer Wohnraumoffensive haben für neue Impulse gesorgt. Das schöne Münsterland wird vielleicht schon bald effektive Lösungen finden, um gerade Absolventen und jungen Fachkräften einen geeigneten Wohnraum zu bieten.

Pressekonferenz mit der Moderatorin Miriam Beul | Foto: M. Ishorst

Präsentation der Pestel-Studie beim ersten Wohngipfel | Foto: M. Ishorst

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