Es grünt wieder mehr in unseren Großstädten | Foto: Chris Barbalis

Ein Trend schlägt Wurzeln: Urban Gardening macht Städte bienenfreundlicher

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Elena Bock

Textblock #1

So viel mehr als nur ein summender Quälgeist während der Sommermonate: Die Tatsache, dass das Schicksal der Honigbiene untrennbar mit der ökologischen Zukunft unseres Planeten verknüpft ist, trifft auf immer mehr Resonanz in der breiten Öffentlichkeit. Auch in der Stadtentwicklung bieten sich inzwischen vielfältige Möglichkeiten die Erhaltung der Artenvielfalt aktiv anzugehen.

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Nachhaltigkeit im urbanen Raum

Die Biene ist Sympathieträger - dies bewiesen aktuell eindrucksvoll die über eine Millionen Menschen in Bayern, die dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" ihre Stimme gaben. Es ist ein Trend, der in seiner Wichtigkeit und Dringlichkeit nicht höher angesiedelt sein könnte: Die Bienenpopulation schrumpft seit Jahren in beachtlichem Tempo und mit ihr entfällt die so wichtige Bestäubung fast sämtlicher landwirtschaftlicher Nutzpflanzen – und damit unserer wichtigsten Lebensgrundlage.

Der Bewahrung der Artenvielfalt in urbanen Ballungsgebieten haben sich auch die Vertreter der nachhaltigen Stadtentwicklung verschrieben. Ob durch die Verwendung recyclebarer Materialien, der Durchsetzung ressourcenschonender Prozesse oder Maßnahmen zum Umweltschutz setzen sich Verantwortliche für ökologische Lösungen in städtischen Gebieten ein. Auch hier kommt den eifrigen Blütenbestäubern eine wichtige Rolle zu.

Bienenschwarm vor Stock

Kleine Insekten mit großer Verantwortung | Foto: Damien Tupinier

Urban Gardening: Gemeinsam für mehr Grün | Foto: Unsplash

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Urban Gardening: Ein Trend mit und für die Zukunft

Eine gute Möglichkeit die „Bienenfreundlichkeit“ einer Stadt zu erhöhen bietet hierbei das sogenannte „Urban Gardening“, welches die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen beschreibt. Ob bunte Bepflanzung auf den Straßengrün-Flächen zwischen den Gehwegplatten oder eigens bereitgestellte Anbau-Flächen in Form von urbanen Hochbeeten; aus Begrünungsaktivismus und „Guerilla-Gardening“ hat sich vielerorts längst einer organisierten und städtisch geförderten Form der urbanen Landwirtschaft entwickelt. Die Entstehung von Nachbarschaftsgärten inmitten von Häuserblocks ist bereits seit den 1970er Jahren zu beobachten und so verwandeln immer mehr ungenutzte, brachliegende Flächen durch gemeinschaftliche Bepflanzung in kleine, grüne Oasen. Und wo Pflanzen in voller Blüte stehen, sind die Bienenvölker nicht weit.

Urbaner Gartenbau in Hochbeeten ist immer häufiger zu beobachten | Foto: Pixabay

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In Düsseldorf hat sich der offene Gemeinschaftsgarten „düsselgrün“ den Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und Gemeinschaft verschrieben. Während in Bahnhofsgegenden sonst Imbiss-Buden und zwielichtiges Publikum dominieren, sorgt die Bürger-Initiative auf dem Gelände des WGZ-Bürgerparks unmittelbar hinter dem Düsseldorfer Hauptbahnhof für frisches Grün. Die gemeinschaftliche Anpflanzung von Obst und Gemüse ist offen gestaltet – mithelfen, -jäten, -düngen und -ernten kann jeder.

Urban Gardening steht für die Kultivierung eines vielfältigen Pflanzenangebots im urbanen Raum. Und während sich die Nachbarschaft über frisches Obst und Gemüse, sowie ein verschönertes Stadtbild freuen können bietet der gärtnerische Trend vor allem Vorteile für einen ganz besonderen und wichtigen Stadtbewohner: Die Honigbiene.

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