Die BAUX Acoustic Pulp Paneele im schwedischen Wald | Foto: BAUX PULP

Into the Wild

Julia Hake
Julia Hake

Redakteurin

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Das schwedische Label BAUX hat sich darauf spezialisiert, nachhaltige und zugleich ansprechend designte Akustik-Paneele aus Holz zu entwickeln. Eingesetzt werden sie in Schulen, Büros oder Restaurants. Aber was passiert, wenn man sie in den Wald zurück bringt? Aus dieser Idee entwickelte sich ein spannendes Fotoexperiment.

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Tief im schwedischen Wald schweben drei rechteckige, weiße Platten mit Wellenmuster zwischen zwei alten Fichten. Sie scheinen wie aus einer anderen Welt und nicht an diesen Ort zu gehören. Dabei kommen sie genau dort her: Bei den Platten handelt es sich um Akustikpaneele des schwedischen Labels BAUX, die zu 100 Prozent aus nachwachsenden und biologisch abbaubaren Rohstoffen gefertigt sind. Genauer gesagt bestehen sie aus jenen Kiefern und Fichten, zwischen denen sie installiert wurden. Der Grund für diese ungewöhnliche Installation ist ein fotografisches Experiment von Jonas Lindström und BAUX unter dem Namen „INTO THE WILD“. Das Experiment stellt sich dabei die Frage, was passiert, wenn umweltfreundlich hergestellte Paneele aus natürlichen Materialien zurück in die Natur gebracht werden. Würde die Natur das akzeptieren? Wie würden die Tiere des Waldes auf die fremdartigen Platten reagieren?

Fotograf Jonas Lindström bei der Arbeit im Wald

Fotograf Jonas Lindström bei der Arbeit im Wald | Foto: BAUX PULP

Die Panelen werden im Wald platziert

Die Panelen werden im Wald platziert | Foto: BAUX PULP

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Auf der Suche nach dem richtigen Ort

Zunächst standen alle Beteiligten aber vor der Frage, welche Location sich für das Experiment eignen würde. Die Wahl fiel auf einen Nationalpark in der Hoffnung, dort eine ausreichende Zahl an Tieren vorzufinden, die zudem auch noch an den Menschen gewöhnt sind. Doch daraus wurde nichts. „Es war die Zeit des Jahres, in der alle Eicheln von den Bäumen fielen. Damit standen wir vor dem Problem, dass es uns diese perfekte Futterquelle für die Tiere erschwert hat, sie davon zu überzeugen zu uns zu kommen“, berichtet Lindström. Das Fotoprojekt wurde kurzerhand doch in die freie Wildbahn verlegt in die Nähe der südschwedischen Stadt Skammelstorp. Es dauerte nicht lange, bis Elche, Füchse, Rehe, Wildschweine, Baummarder und Raben sich am Buffet bedienten und: Den weißen, schwebenden Platten über ihren Köpfen keinerlei Aufmerksamkeit schenkten.

Ein Reh vor den Acoustic Paneelen

Ein Reh vor den Acoustic Paneelen | Foto: BAUX PULP

Das Wildschwein lässt sich von den Paneelen nicht beeindrucken

Das Wildschwein lässt sich von den Paneelen nicht beeindrucken | Foto: BAUX PULP

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Das Experiment

Der Plan sah vor, eine geeignete Location zu finden, dort die „BAUX Acoustic Pulp“-Paneele zu installieren, die Tiere mit Fressen anzulocken und sie dann drei Tage dabei zu beobachten, wie sie sich in Gegenwart der ungewohnten Objekte verhalten. Das sollte alles mit der Kamera festgehalten werden. Doch besonders für den Fotografen Jonas Lindström bestand genau darin die Herausforderung: „Zu Beginn war ich etwas unsicher, wie wir uns den Tieren nähern sollten“, erinnert sich Jonas Lindström, „Ich liebe die Natur, aber ich habe nie zuvor Wildtiere fotografiert. Ungefähr 90 Prozent der Zeit fotografiere ich Design-Produkte, wilde Tiere wie Elche und Füchse ist also nicht mein Fachgebiet.“

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