War auch in der Shoppingbag der Investoren: das Stadttor Düsseldorf

Steine en vogue: Für Immobilieninvestoren bleibt Düsseldorf der „place to shop“

Miriam Beul
Miriam Beul

Chefredaktion Autobahn-Immomag, Gründerin + Inhaberin der Textschwester Immobilienkommunikation GbR

Das Weihnachtsgeschäft ist vorbei, die Shoppingwelt stürzt sich in den nächsten Wochen in den Winterschlussverkauf. Doch nicht nur heißer Fummel geht in der westlichsten deutschen Modehochburg über die Ladentheke, auch Beton ist voll im Trend. Wenige Kilometer rund um Düsseldorfs Einkaufsparadies Kö-Bogen wechselten 2018 Immobilienwerte in Milliardenhöhe den Besitzer. 

Von wegen einkaufsmüde: Aus Sicht nationaler und internationaler Immobilieninvestoren ist Düsseldorf im Westen unverändert der „place to shop“: 3,84 Mrd. Euro gaben Profianleger 2018 für Immobilien aus, 30 Prozent mehr als im eben schon umsatzstarken Vorjahr (2,96 Mrd. Euro). „Zu dem neuen Rekordwert haben mit über 700 Mio. Euro allein drei Transaktionen jenseits von 200 Mio. Euro beigetragen, der Verkauf der Metro-Zentrale, der IKB-Zentrale und des Stadttors. Insgesamt haben wir für das Gesamtjahr ca. 90 Transaktionen am Markt erfasst“, sagt Marius Varro, geschäftsführender Gesellschafter Anteon Immobilien.

Büroimmobilien waren mit einem Anteil von 63 Prozent und einem Transaktionsvolumen von rund 2,43 Mrd. Euro wiederholt die beliebteste Assetklasse. Einzelhandelsimmobilien sicherten sich aber mit 345 Mio. Euro bzw. nein Prozent den zweiten Platz vor Hotels mit 324 Mio. Euro bzw. acht Prozent Marktanteil. Die größte Verkäufergruppe stellen Projektentwickler mit einem Umsatz von 1,15 Mrd. Euro und einem Anteil von 30 Prozent dar. Bei den Käufern waren Asset-Manager am aktivsten und investierten mit 754,9 Mio. Euro rund ein Fünftel des gesamten Transaktionsvolumens 2018.

„Es besteht weiterhin ein deutlicher Nachfrageüberhang nach Core-Objekten. Daraus resultierend steigen die Preise und die Spitzenrenditen sinken entsprechend weiter – bei Düsseldorfer Büroobjekten im Jahresverlauf im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 40 Basispunkte“, erklärt Anteon-Mann Varro weiter. Die Netto-Spitzenrendite für Büros liege damit aktuell bei drei Prozent (Vorjahr: 3,40 Prozent). Die Netto-Spitzenrendite von Logistikimmobilien sank in den vergangenen zwölf Monaten von 4,75 Prozent auf nunmehr 4,35 Prozent.

Ein Ende der Einkaufsfreude sehen die Experten von Anteon auch für 2019 nicht. „Das Angebot an Immobilien dürfte sich in den kommenden Monaten bei weiterhin starker Nachfrage zunehmend verknappen. Die Aussichten für den Düsseldorfer Investmentmarkt 2019 sind daher zwar grundsätzlich positiv, aber nicht euphorisch. Da die Pipeline für den Jahresanfang aber bereits gut gefüllt ist, prognostizieren wir bis zum Jahresende 2019 ein Transaktionsvolumen von 3,0 Mrd. Euro und liegen damit etwa auf 2017er Niveau“, sagt Varro. Die Netto-Spitzenrenditen für Bürohäuser könnten dabei erstmals unter die Marke von drei Prozent fallen.

 

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