Kaiserin Elisabeths Wohn- und Schlafzimmer in der Wiener Hofburg | Foto: Knack

Schon Sisi liebte Mikro-Apartments

Miriam Beul
Miriam Beul

Chefredaktion Autobahn-Immomag, Gründerin + Inhaberin der Textschwester Immobilienkommunikation GbR

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Die Kaiserin von Österreich machte aus ihrem Schlafgemach einen Multifunktionsraum mit angegliedertem Gymnastik- und Turnzimmer. Mit ihrem Lifestyle wäre die schönste Frau ihrer Zeit auch heute ein Star und die ideale Markenbotschafterin für Wohnungsentwickler und Fitness-Apps.

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Weihnachten steht vor der Türe und was wäre die Adventszeit ohne Sisi! Die Verfilmungen mit Romy Schneider in der Hauptrolle machten Kaiserin Elisabeth von Österreich in den 1950er Jahren ein zweites Mal zum Weltstar. Und sogar heute wäre sie berühmt, Trendsetterin, hätte vielleicht einen Insta-Account einen Youtube-Kanal oder zumindest eine Reitschule und einen Fitnessclub. Denn vieles, was das Leben der historischen Sisi ausmachte, ist heute ein Megatrend.

Zum Beispiel beim Thema Wohnen. Es ist bekannt, dass die frisch gebackene Majestät das Leben an der Wiener Hofburg hasste. Zu strenges Zeremoniell, Kleidervorschriften, keine echten, sondern nur repräsentative Aufgaben. Elisabeth war ein freies Leben mit Wandern, Schwimmen, Reiten gewohnt. Das Leben in der Hofburg empfand sie wie in einem „Kerker“, wie sie schieb. Es dauert, bis sich die junge Frau fand und in den Mauern, die sie nicht verschieben konnte, ihren Lebensstil durchsetzte. Heute noch zu bewundern in ihrem Kaiserapartment. Denn erstens: die Eheleute Franz-Joseph und Elisabeth hatten getrennte Schlafbereiche. Zweitens: Sisi fror im Winter und kreierte daher rund um den Ofen in ihrem Schlafzimmer einen Multifunktionsraum mit Bett, Esstisch und Arbeitsplatz mit Schreibtisch. Ein riesiges Schloss mit unzähligen Zimmern, mit allem Luxus und Komfort – für die junge Kaiserin ohne Bedeutung. Sisi etablierte lieber ihr eigenes Mikro-Apartment, das alle für sie wichtigen Funktionen in einem kleinen Raum vereinte.

Elisabeth von Österreich und ihr kaiserliches Mikroapartment | Foto: A. E. Koller

Kaiserin Elisabeths Turn- und Toilettezimmer in der Wiener Hofburg | Foto: Lois Lammerhuber

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Und dazu gehörte nicht nur, dass sie im gleichen Zimmer schlafen, essen, arbeiten und private Gäste empfangen konnte. Ein Teil ihres platzsparenden Raumkonzepts war ihr eigener Fitnessraum. Da sie ihre schlanke Taille, ihre makellose Haut und den reinen Teint über alle Maßen liebte, tat sie alles dafür, um immer „in shape“ zu sein. Ihre Gesichtsmasken aus Erdbeer- und Gurkencreme sind legendär und Gegenstand jeder Schlossführung. Dort sieht man dann auch: Vom Bett zu ihren Turn- und Fitnessgeräten im Nebenraum waren es nur wenige Meter. Was für die öffentlichkeitscheue Frau von großem Vorteil war: Sie praktizierte ihre Übungen innerhalb der Burg und bleib dabei räumlich und zeitlich völlig autark. Bis auf ihre geliebten Pferde, die sie stundenlang ritt, konnte sie alles in den eigenen vier Wänden tun. In denen sie sich freilich nie lange aufhielt. Denn sie mochte das höfische Leben nicht, litt unter Depressionen und hatte zudem von ihrem Vater die Reiseleidenschaft geerbt. Sisi frönte dem Jetset, war analoge Nomadin und durch und durch Kosmopolit. Mit diesem absolut ungewöhnlichen Gesamtpaket wäre sie auch heute ein Star und die ideale Markenbotschafterin für Beautyfirmen, innovative Wohnungsentwickler oder Fitness-Apps.

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