Let's ImmoTalk mit Miriam Beul | Foto: Aurelis/Krischer

Aurelis – „Let’s ImmoTalk“: Potenziale des Duisburger Immobilienmarktes werden unterschätzt

Redaktion Autobahn

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Neues Talk-Format der Aurelis Real Estate im Duisburger Museum DKM brachte überregionale Immobilienprofis und lokale Akteure zusammen. Talkgast der Auftaktveranstaltung: Jens Nagel, Deutschland-Chef des Investors für soziale Infrastruktur Hemsö. In Duisburg hat das Unternehmen bisher 170 Millionen Euro in Immobilien investiert, darunter in sechs Pflegeheime sowie in das in Bau befindliche Büro- und Laborgebäude des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am Hauptbahnhof.

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Bauskandale, Loveparade, Marxloh – in den Medien kommt Duisburg seit Jahren schlecht weg. Das finden nicht nur die meisten Duisburger bedauerlich. Auch die hier angesiedelten Unternehmen leiden unter dem Schmuddel-Image, das der einstmals reichsten Stadt Deutschland anhaftet. Dabei wächst die Stadt wieder und hat zudem etwas, was in den meisten übrigen deutschen Großstädten derzeit schwer zu finden ist: Grundstücke und Gebäude als Anlage- und Entwicklungsmöglichkeit. „Zwischen öffentlicher Wahrnehmung und den tatsächlichen Chancen am Immobilienmarkt klafft eine Riesenlücke“, stellt Olaf Geist fest. Aus diesem Grund hat der Regionalleiter West der Aurelis Real Estate zusammen mit der Immobilienexpertin und Moderatorin Miriam Beul und dem Verein „Wirtschaft für Duisburg“ eine Talkreihe ins Leben gerufen mit dem Ziel, überregionale Immobilienprofis wie Makler, Projektentwickler und Investoren auf die Stadt aufmerksam zu machen und sie zugleich mit den lokalen Akteuren zu verknüpfen.

Die Premiere am 13. September im Duisburger Privatmuseum DKM war ein voller Erfolg. Was nicht zuletzt an ihrem ersten Talkgast lag: Jens Nagel, Geschäftsführer des schwedischen Immobilieninvestors Hemsö war eigens aus Berlin angereist, um sein Unternehmen vorzustellen und den rund 80 Gästen zu erläutern, dass „Image“ keine Kategorie ist, die professionelle Immobilieninvestoren bei Anlageentscheidungen beeinflusst. „Da geht es vor allem um die demografische und wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt sowie immobilienwirtschaftliche Einflussgrößen“, sagt Nagel.  Seit 2011 ist Hemsö in Deutschland aktiv, Schwerpunkt ist Nordrhein-Westfalen, wo in den letzten Jahren über 300 Millionen Euro investiert wurden. In Schweden ist Hemsö größter Vermieter von Universitäten und möchte auch in Deutschland weiter in Sozial- und Bildungsimmobilien wie Pflegeheime, Schulen, Kindergärten, Universitäten oder andere öffentliche Gebäude investieren. Gerne auch in Duisburg. Doch was in Schweden selbstverständlich ist, sehen hierzulande viele Kommunalvertreter als „no go“ an: Privatunternehmen, die sich bei öffentlichen Immobilienaufgaben engagieren oder gerufen werden, wenn die eigenen Kräfte aus wirtschaftlichen oder personellen Gründen nicht reichen. In der Diskussion lobten Geist und Nagel, dass Duisburg jede Menge Gestaltungsräume hat, die externe Unternehmen aktiv mitgestalten können. Gleichzeitig bedauerten sie, dass viele gute Ideen oder Projekte aus „ideologischen Gründen“ verhindert würden.

Die Teilnehmer nutzten den Abend im Anschluss an die Diskussion nicht nur zum Networken, sondern waren auch eingeladen die Location, das Privatmuseum DKM, näher kennenzulernen. Die Museumsgründer und Direktoren Dirk Krämer und Klaus Maas führten die Immobiliengäste durch ihre beeindruckende Sammlung. Und auch hier bestätigte sich für viele ein Statement, das heimliches Motto des gelungenen Abends war: Duisburg ist viel besser als sein Ruf.

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