Die Trend-Beraterin Karolina Landowski weiß, wie Retail-Flächen interessant werden | Foto: Domenik Broich Photography

Pop-Up Stores erobern die Aufmerksamkeit der Kunden

Alex Iwan
Alex Iwan

Chef-Kolumnistin Autobahn-Immomag, Gründerin + Inhaberin der PR+Presseagentur Textschwester

Karolina Landowski lebt und arbeitet als freie Journalistin und Trend Consultant in Düsseldorf. Seit über zehn Jahren schreibt und referiert sie für Magazine, Marken und Messen über Mode und Lifestyle. Ihr Herz schlägt für junge Designer und innovative Storekonzepte. Als Trendexpertin mit dem Schwerpunkt Schuhe und Accessoires hält sie Fashion Forecasts und berät Unternehmen aus Industrie und Handel in Kommunikation und Zeitgeist. Als passionierte Weltenbummlerin sammelt sie hübsche Orte und unvergessliche Geschichten. Mit Fashion Trend Pool hat sie ein Netzwerk aus Experten gegründet, das Industrie und Retail in Trendfragen berät.

Pop-Up Stores – unverzichtbar oder schon inflationär?

Auch wenn Ende letzten Jahres mit Colette in Paris die Mutter aller Concept Stores schließen musste: Concept und Pop-Up Stores feiern eine Renaissance im Retail und sind keineswegs inflationär. Schließlich sind sie ein wichtiges Mittel, um Emotion und Fashion auf die Fläche zu bringen. Der stationäre Handel ist oftmals zu uniform und kann es auch mit der Schnelllebigkeit des Onlinehandels nicht aufnehmen. Pop-Up Stores hingegen bieten gestalterische Möglichkeiten, spezielle Themen- und Warenwelten temporär auf die Fläche oder in außergewöhnliche Locations zu bringen, um so für mehr Frequenz zu sorgen. Denn Kunden lieben es, überrascht und unterhalten zu werden.

Welche Pop-Ups funktionieren sehr gut?

Pop-Up Stores, die verschiedene Welten vereinen, funktionieren gut. Wir sind schon reichlich eingedeckt mit jeder Art von Produkten und möchten emotional angesprochen werden. Das kann durch die Vermischung von Food, Fashion, Lifestyle und Interior gelingen. Am besten noch durch außergewöhnliche Ladengestaltung, farbige Flächen und auffällige Hingucker im Sortiment. Weniger Pop-Up Store, sondern klassischer Concept-Store: Aktuell gefällt mir Hammermann auf der Lorettostraße in Düsseldorf sehr gut. Hier wird Mode ganz selberverständlich mit Wein, Marmeladen, Keramik und Handcreme kombiniert, dazu gibt es eine Herrenecke mit Gin-Bar und Reise-Rasur-Sets. Und der ganze Laden wird mit sehr viel Liebe und Herzblut betrieben.

Was muss man beachten?

Die Wirkung muss schon sehr ansprechend sein. Die Kunden sind visuell sehr verwöhnt. Man sollte überraschen und ansprechen, aber dennoch Klarheit schaffen und eine kuratierte Auswahl an wirklich besonderen Produkten zeigen, die es nicht an jeder Ecke gibt.

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