Stets auf der Suche nach neuen Inszenierungen: Wolfgang Sohn | Foto: Carsten Sander

Photo Popup Fair wird Magnet im Shopping-Center stilwerk

Alex Iwan
Alex Iwan

Chef-Kolumnistin Autobahn-Immomag, Gründerin + Inhaberin der PR+Presseagentur Textschwester

Er ist der Macher der kreativen Szene in Düsseldorf: Wolfgang Sohn ist Eventmanager, Galerist, Dozent, Moderator & Fotokünstler. Seit 2009 spezialisiert sich Sohn mit seiner Eventagentur XAWO auf die Umsetzung von Kunst-Events. Nach der TemporaryArtGallery, die er 2009 gründete, konzipiert und veranstaltet Sohn als Founder & Creative Director seit 2014 einmal jährlich die Fotographen & Fotokunst-Messe PHOTO POPUP FAIR – an ebenso ungewöhnlicher wie genialer Stelle: Das auf Design spezialisierte Shopping-Center stilwerk verwandelt sich kurzerhand zur Popup Messe.

Die PHOTO POPUP FAIR ist – wie es der Name schon verrät – angelehnt an das innovative Konzept eines Popup Stores. Für gewöhnlich zeigt das Düsseldorfer stilwerk in der dritten Etage Designmöbel – doch einmal im Jahr weichen diese einer temporären Messe. Diese Umnutzung einer Gewerbeimmobilie ist überraschend und dadurch spannend. Für den Besucher wie auch den Veranstalter. Im Gespräch verrät Wolfgang Sohn, was diese Inszenierung so besonders macht.

Kunst neu inszeniert

Ist die PHOTO POPUP FAIR eine ganz normale Fotografie-Messe?

Nein, neben den Ausstellern, die eine extrem große Bandbreite an Fotokunst zeigten, gab und gibt es eine Vielzahl von Side Events. So konnten wir bei den ArtDinnern mit Sonja Baumann und Erik Scheffler zwei junge Sterneköche präsentieren und bei den Live Shootings mit Star-Fotografen konnten sich die Besucher einmal in die Welt der Foto Shootings rein fühlen. Es ist wichtig, die Kommunikation auf ganz unterschiedliche Besuchergruppen auszuweiten und somit eine Win-Win Situation für Aussteller, Messe und Besucher zu schaffen.

Warum in Düsseldorf?

Die Frage beantwortet sich von alleine; Düsseldorf ist eine Kunst- und Medienstadt, wir haben die Akademie, die herausragende Fotokünstler hervorgebracht hat, und letztlich eine hohe Dichte an Museen und Galerien und ein sehr kunstinteressiertes und fachkundiges Publikum. Der extreme Zuspruch und die gut besuchten Messetage zeigt auch, dass wir so eine Veranstaltung wie die PHOTO POPUP FAIR in Düsseldorf brauchen.

Das neue Projekt der Galerie SANDER I SOHN?

Carsten Sander und ich sind befreundet. Er ist ein ganz besonderer Fotograf und Kunstkenner. Vor allem aber haben wir die gleiche Idee Kunstpräsentation zu verändern. Alte Vorgehensweisen aufzubrechen und die Schwellenangst beim Betreten einer Galerie abzubauen. Man muss einen neuen Zugang zu den Menschen, auch den jungen Menschen finden. Dinge zusammenführen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, das ist eine spannende Herausforderung. Auch befruchten sich natürlich unsere Netzwerke. Wir wollen vor allem auch junge und neue Künstler präsentieren, die überraschen werden.

Was machen Sie in Düsseldorf?

[Lacht] Arbeiten und meine Projekte vorantreiben. Es macht mir Spaß, Dinge zu kreieren, etwas positiv verändern, anders oder besser zu machen! Wenn man so lange in einer Stadt lebt und arbeitet dann kennt man viele Menschen und kann mit einem guten und verlässlichen Netzwerk viel erreichen!

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