Inspiration in den texanischen Weiten: das Jefferson Grid | Foto: BIG-Bjarke Ingels Group

BIG, bigger, Austin, Texas: Bjarke Ingels Group entwirft gigantisches Sport- und Entertainmentquartier

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Die USA sind ein Land der Superlative: Die größten Konzerne, die dicksten Menschen, die meisten Waffen befinden sich zwischen Pazifik und Atlantik. Make America great again! Das haben sich wohl auch die Texaner gedacht, denn in Austin, der Hauptstadt von Texas, entsteht ein Projekt der erfreulichen Superlative: das East Austin District.

Der Entwurf für das Sport- und Entertainment-Quartier im Osten Austins stammt vom preisgekrönten Architekturbüro Bjarke Ingels Group – eine ausgezeichnete Wahl für das Megaprojekt, tragen sie doch selbst das BIG im Namen. Auf einem enormen Areal von 120.000 Quadratmetern wird das East Austin District zum Anlaufpunkt für Sport- und Kulturveranstaltungen der Weltklasse. Alles unter einem Schachbrett-Dach.

Ein Gemeinschaftsquartier für Austin

Das neue Gemeinschafts-Quartier entsteht neben dem Rodeo Austin, einem klassisch texanischen Rodeo und gleichzeitig gemeinnützigen Verein zur Förderung Jugendlicher. Künftig wird das Rodeo Austin in das East Austin District integriert. Doch die weitläufige Fläche bietet Raum für vieles mehr: 40.000 Zuschauer können im neuen Stadium mit offenem Dach etwa Fußball- oder Rugby-Spiele erleben. Eine weitere, überdachte Mehrzweckarena mit 15.000 Sitzen steht für das Rodeo Austin, Konzerte, Basketball oder Hockey zur Verfügung.

Zitat mit Autobahn-Logo

„Teils Architektur, teils Urbanismus, teils Landschaft – das East Austin District ist die architektonische Manifestation einer kollektiven Intimität.“

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Die Bjarke Ingels Group hat bei ihrem Entwurf lokale Unterstützung von STG Design erhalten. Zusammen ist es ihnen gelungen, in ihrem Entwurf für das Sport- und Entertainmentquartier den Charakter der Stadt einzufangen: „Teils Architektur, teils Urbanismus, teils Landschaft – das East Austin District ist die architektonische Manifestation einer kollektiven Intimität. Ein Komplex, der innerhalb und zwischen seinen Gebäuden zehntausende Fans zusammenbringt und das Beste genießen lässt, was Austin zu bieten hat“, so Bjarke Ingels, Mitbegründer der BIG.

Texanische Wurzeln im modernen Quartier

Am beeindruckendsten werden die kulturellen Wurzeln Texas‘ durch die spektakuläre Dachfläche in die Architektur des East Austin Districts übersetzt: Ein rostrotes Dach aus rostroten Photovoltaikflächen überspannt die einzelnen Gebäude des Quartiers, lässt über den acht Innenhöfen aber den Blick auf den Himmel frei. Dieses Arrangement erinnert an das sogenannte Jefferson Grid, das bunte Schachfeldmuster, das die Felder der texanischen Farmen bilden. Die begrünten Innenhöfe neben den Dachflächen in Erdtönen bestärken diesen Eindruck. Durch die Photovoltaik ist das East Austin District nicht nur selbstversorgend, sondern soll künftig auch die umliegenden Gemeinden mit Energie versorgen.

Damit spielt der Entwurf auf die besonders für Texas typische Veranda-Kultur an, in der das Leben ebenso sehr draußen wie drinnen stattfindet. East Austin Districts großräumige Innenhöfe werden zum Wohnzimmer des öffentlichen Lebens. Auch die Innenräume des Quartiers spiegeln die traditionelle texanische Bauweise der Scheunen und Verandas wider: Holz bestimmt das Interieur der einzelnen Gebäude und verströmt Austins charakteristische Wärme. Bjarke Ingels Vision: „Gemeinschaftscampus statt Stadium-Monolith.“

Ein ganzes Quartier für Entertainment | Foto: BIG-Bjarke ingels Group

Das Jefferson Grid lässt den Blick in den Himmel frei | Foto: BIG-Bjarke Ingels Group

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