Wie sehr verlassen wir uns schon auf digitale Tools | Foto: pixabay/NeuPaddy

Mehr als nur Einsen und Nullen: Die Entwicklung der Digitalen Welt

Wiebke Mönning
Wiebke Mönning

Redakteurin

Hoffnungsträger, Innovationsantrieb, Fortschritt – die digitale Welt soll unser Leben revolutionieren. Unaufhaltbar schreitet sie voran. Wer sich nicht dem digitalen Wandel unterwirft, geht unter. Gerade im Einzelhandel wird die Digitalisierung immer wichtiger. Ein Bereich, der bisher vom digitalen Wandel verschont geblieben scheint, ist die Immobilienbranche. Allerdings tut sich auch hier einiges: Tief im Inneren der Gebäude werden auch Kolosse aus Stahl, Beton und Glas zu digitalen Wunderwerken. Doch wie weit ist der digitale Wandel heute schon fortgeschritten? Leben wir schon in einer digitalen Welt?

Schleppende Digitalisierung im Privatleben

Betrachtet man das Ganze in Zahlen, lässt sich sagen: Jein. Das Privatleben steht aktuellen Erhebungen von PwC zufolge noch am Anfang der digitalen Revolution. Die Vorteile und Erleichterungen, die digitale Tools dem Endverbraucher versprechen, werden skeptisch betrachtet. Nur 5% der Deutschen nutzen im Juni 2017 bereits Amazon Echo, ermittelte PwC.  Allerdings planen bereits 12% eine spätere Nutzung des Sprachassistenten „Alexa“. Die Einstellung zum Sprachassistenten von Google überrascht: Bereits 20% der Deutschen wollen Google Home in ihr Zuhause und ihren Alltag integrieren. Der Grund für diese zurückhaltende Begeisterung gegenüber dem technischen Alltagshelfer: Der Verlust von Privatsphäre. Denn 72% der Deutschen befürchten, durch digitale Sprachassistenten gegenüber dem Anbieter völlig transparent zu werden.

Industrie treibt digitale Evolution voran

Anders sieht es in der Industrie aus: Künstliche Intelligenz hält Möglichkeiten jenseits der menschlichen Vorstellungskraft bereit. Der digitale Wandel verspricht eine rosige Zukunft. So haben etwa 58% der europäischen Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 10 Millionen US-Dollar in künstliche Intelligenz investiert, sagt eine Studie von McKinsey. Weltweit steigt die Investition sogar: 2016 laufen unglaubliche 39 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung der intelligenten Systeme. Gleichzeitig fürchten 48% der deutschen Unternehmen laut KPMG die Folgen unausgereifter Technologien der künstlichen Intelligenz. Rücklaufend sind hingegen die Investitionen in FinTechs: Waren es im Jahr 2015 noch 46,7 Milliarden US-Dollar weltweite Investitionen, sind es 2016 mit 24,7 Milliarden US-Dollar knapp halb so viel.

Deutlich machen diese Ergebnisse vor allem Eines: Die Welt wird zunehmend digitaler, doch abgeschlossen ist der digitale Wandel noch lange nicht. Gerade im Bereich der Wohn- und Gewerbeimmobilien gibt es noch viel Raum für technische Innovationen.

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