Das Leben in Paris ist zentral, modern und vor allem teuer | Foto: unsplash/John Towner

Wohneigentum wird auch in Frankreich immer teurer

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Zum Jahreswechsel beginnt sie wieder, die große Zahlenschlacht der Immobilienanalysten. Nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich. Während hier noch gerechnet wird, haben es unsere westlichen Nachbarn schon schwarz auf weiß: Die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser sind 2017 mächtig gestiegen. Landesweit.

Das Wirtschaftsblatt „Les Echos“ spricht von einem historischen Höchststand. Dabei müssen nicht nur Käufer mit dem Ziel Ile-de-France immer tiefer in die Tasche greifen. Auch in der Provinz klettern die Preise weiter, prozentual mancherorts sogar kräftiger als in Paris. In Bordeaux beispielsweise haben sich die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser 2017 um 16,5 Prozent auf durchschnittlich 3.775 Euro pro qm verteuert. In Nizza lag der Preiswachstum wie in Paris bei plus 5,8 Prozent, in Nantes bei 5,5 Prozent, in Aix-En-Provence bei 4,1 Prozent.

Wohnpreise im landesweiten Vergleich

Diese Zahlen nennt Meilleurs Agents. Die landesweit aktive Immobilienmarkt-Plattform wertet historische Preise von Gutachterausschüssen sowie aktuelle Transaktionspreise der ihr angeschlossenen Maklerunternehmen aus. Dadurch kann Meilleurs Agents Preistrends aus allen Regionen Frankreichs vergleichsweise genau und zeitnah abbilden. Fazit: Paris sowie die benachbarte Seine-Stadt Neuilly-sur-Seine sind und bleiben die teuersten Wohnungsmärkte des Landes. Durchschnittlich 10.138 Euro pro Quadratmeter mussten Käufer 2017 für eine Altbauwohnung in Neuilly auf den Tisch legen, in Paris waren es 8.812 Euro. Es folgen Versailles mit durchschnittlich 7.059 Euro sowie Aix-En-Provence mit 4.086 Euro. Zu den weniger kostspieligen Wohnstädten mit Quadratmeterpreisen unter 2.000 Euro zählen unter anderem Dunkerque (1.561 Euro), Brest (1.271 Euro) und Limoges (1.191 Euro).

Ile-de-France deutlich teurer

Das Delta zwischen Paris und den Provinzen hat sich nach Auswertung von Meilleurs Agents weiter verfestigt. In den teuersten Arrondissements der Seine-Metropole lagen die Kaufpreise 2017 längst deutlich über der 10.000-Euro-Marke, so etwa im 6. Arrondissement. 12.682 Euro kostete hier 2017 eine Wohnung - im Schnitt, 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. „Der Markt braucht eine Verschnaufpause. Paris repräsentiert kaum fünf Prozent des Marktes, doch die Durchschnittspreise liegen mehr als zweimal über denen im übrigen Frankreich“, sagt Laurent Vimonet, Präsident der französischen Immobiliengruppe Century 21 dem Wirtschaftsblatt „Les Echos“. Dieser Eindruck bestätigt sich erst recht mit Blick auf den Zehn-Jahres-Trend: Laut Statistik von Meilleurs Agents sind die Wohnimmobilienpreise in Paris seit 2007 um satte 36 Prozent gestiegen. In den zehn größten französischen Städten lag das Plus bei immerhin 25 Prozent.

Wohnpreise Frankreich

Wenig überraschend, aber besonders teuer: Paris, die Ile-de-France und das Mittelmeer | Foto: Meilleurs Agents

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