Organisch in den Medianhafen eingebunden: Die Speditionsstraße 2 | Foto: INTERBODEN/HPP Architekten

Erster Holz-Hybrid-Büroneubau in Düsseldorf

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Bei immer knapper werdenden Ressourcen gewinnt das Thema Wiederverwertung global an Bedeutung. Gut, dass Deutschland sich als inoffizieller Recycling-Weltmeister behaupten kann. Über 200 Millionen Tonnen Wertstoffe werden laut statistischem Bundesamt im Jahr auf die eine oder andere Weise wiederverwertet. Auch die Immobilienbranche holt in diesem Bereich auf. Ein Vorzeigeprojekt in Sachen Ressourcenschonung entsteht im Düsseldorfer Medienhafen: In der Speditionsstraße 2 entwickelt der Ratinger Projektentwickler INTERBODEN nach den Plänen der HPP Architekten GmbH das erste Bürogebäude in Holzhybridbauweise.

Ende Oktober erteilte der Stadtrat dem Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros die Zustimmung. Demnach entsteht das neue Bürogebäude ab 2019 zwischen den beiden schon im Bau befindlichen Projekten trivago und heimathafen. Der Entwurf der „Speditionsstraße 2“ entwickelt durch ein charakteristisches Fassadenbild mit rautenförmiger Holzstruktur eine markante und selbstständige Erscheinung, die dem Medienhafen angemessen und doch auffällig ist.

Im Hafen der Innovationen: Recycling in der Immobilienbranche

Zukunftsweisend ist bei dem Projekt „Speditionsstraße 2“ vor allem die klimafreundliche Bauweise. Die Immobilie wird in Anlehnung an das „Cradle-to-Cradle-Pinzip©“ (dt. von der Wiege bis zur Wiege) entwickelt. Dabei können einzelne Bauelemente nach Gebrauch wiederverwendet werden. Durch diese Art des ressourcensparenden Bauens werden Produktionsprozesse optimiert, das Anfallen von nicht recycelbaren Materialien wird minimiert, der CO2-Ausstoß reduziert.

Schon bei der Auswahl der Baustoffe für die „Speditionsstraße 2“ steht demnach die Recyclingfähigkeit im Vordergrund. So sind unter anderem Teppichböden geplant, die aus Recyclingmaterial hergestellt sind. „Ich bin überzeugt, dass sich das Prinzip in unserer Branche durchsetzen wird, da es nachhaltiger ist als die ENEV, die die Produktion von stärkeren, nicht wiederverwendbaren und schwer zu entsorgenden Dämmmaterialien mitunter eher fördert“, sagt Vanja Schneider, Geschäftsführer der INTERBODEN Innovative Gewerbewelten® GmbH & Co. KG.

Ein weiteres innovatives Element der „Speditionsstraße 2“ ist das integrierte Mobilitätskonzept. Auch hier geht Entwickler INTERBODEN in die Vorreiterrolle und will im Erdgeschoss eine Service-Stelle für Mobilität etablieren. Der sogenannte „Mobilitäts-Hub“ stellt Gebäudenutzern wie auch Quartiersanliegern ein primär auf E-Mobilität ausgerichtete Angebot zur Verfügung. Unter anderem sind Car- und Bikesharing-Angebote geplant.

Zitat mit Autobahn-Logo

„Die exponierte Lage im Düsseldorfer Medienhafen fordert für den Neubau in der Speditionsstraße 2 eine besondere und innovative architektonische Antwort.“

Die Holz-Glas-Fassade schafft eine natürliche Modernität | Foto: INTERBODEN/HPP Architekten

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Charakterstarker Neuling im Medienhafen

Durch die Einbindung des natürliche Materials Holz bildet die „Speditionsstraße 2“ die organische Fortsetzung der Bürogebäude von Architekt Frank Owen Gehry, deren Organi-Tech-Stil den Medienhafen prägt. „Die exponierte Lage im Düsseldorfer Medienhafen fordert für den Neubau in der Speditionsstraße 2 eine besondere und innovative architektonische Antwort“, sagt Gerhard G. Feldmeyer, verantwortlicher geschäftsführender Gesellschafter der HPP Architekten GmbH. Nicht nur optisch wertet die Fassade das Gebäude auf: Sie nimmt auch eine zentrale Rolle im Haustechnik- und Nachhaltigkeitskonzept ein. So übernimmt die Fassade sowohl eine Tragwerks- und Verschattungsfunktion als auch das natürliche Lüftungskonzept. Je nach Himmelsrichtung bildet sich die außenliegende Holzkonstruktion unterschiedlich tief aus. Dadurch dient sie an der Süd- und Westseite als effektiver, breiter Sonnenschutz. Zusätzlich entstehen hieraus Loggien mit Blick auf den Medienhafen hinaus.

Indem die Fassade all diese Funktionen integriert, entstehen stützenfreie, offene Grundrisse, die flexible Nutzungs- und Aufteilungsmöglichkeiten zulassen. Rund 5.200 Quadratmeter Nutzfläche sowie 600 Quadratmeter Fläche für gastronomische Nutzungen im Erdgeschoss sind geplant. 2019 soll mit dem Hochbau begonnen werden, das neue Highlight im Medienhafen bis 2021 fertiggestellt sein.  

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